shelta - such's tier aus: das Online-Tierheim von TASSO

WILLY sucht ganz besondere Menschen

ID-Nummer474744

Tierheim NameTierschutzverein Europa e.V.

RufnameWILLY

RasseFoxterrier

Geschlecht/KastriertMännlich, Kastriert

Alter 6 Jahre , 7 Monate

Farbebeige

im Tierheim seit24.01.2023

letzte Aktualisierung26.01.2023

AufenthaltsortAusland

Geeignet für Erfahrene

Größe mittel

Temperament schüchtern

Name: Willy
Geschlecht: Rüde
Rasse: Fox Terrier
Ungefähre Größe: ca. 45 cm
Gewicht: ca.11 kg
Geburtstag: 01.11.2017
Katzentest: auf Anfrage
Kastriert: ja
Erkrankungen: keine bekannt
Mittelmeertest: Blutanalyse vom 5. Januar 2023: alles negativ.
Aufenthaltsort: Tierheim ADPCA

Hallo, ich bin Willy!
Wer mein Bild „Willy im Zwinger“ anschaut, könnte meinen, hier wird
eine Bergziege vermittelt. Aber nein – ich bin ein Hund. Fox Terrier sind
bekannt für ihre Kunststücke und verrückten Ideen. Leider hat die Kletterei
einen traurigen Hintergrund: Ich bin sehr ängstlich. Und das ist noch
untertrieben. Für alle, die mit Angsthunden Erfahrung haben, bin ich immer
noch eine Herausforderung. Ich bin extrem geräuschempfindlich und hänge
bei jedem Schuss (hier in der Nähe sind Jäger unterwegs) und bei jedem
Gewitter buchstäblich oben an der Decke. Am liebsten würde ich über den
Zaun springen. Das haben meine Betreuer schnell kapiert und den Zwinger
oben vergittert. Ich hab sogar eine Hundehütte im Zwinger, denn ich
brauche einen Rückzugsort nur für mich allein. Aber der hält den Lärm der
Umgebung leider nicht ab.
Vor Menschen hab ich keine Angst, wenn ich sie mal kenne. Ich lasse mich
anfassen, streicheln – sie dürfen sogar mein Fell im Gesicht schneiden und
meine Augen reinigen, und das ist nun wirklich keine angenehme Prozedur.
Ich lasse alles still und geduldig über mich ergehen. Nur bei Lärm bin ich
extrem schreckhaft und verfalle in Panik.
Meine Herkunft ist bekannt: Ich wurde von einem Mann abgegeben, der
behauptete, ich sei vor seiner Haustür abgesetzt worden. So ein Quatsch!
Ich hätte nicht seelenruhig auf den Hausherrn gewartet, sondern wäre vor
Angst längst weggerannt. Auch die Betreuer vermuten, dass er mein
Besitzer war und sich nicht mehr um mich kümmern wollte. Denn ein
ängstlicher Hund ist anstrengend. Ich denke, der Typ wollte mich einfach
nur loswerden.
Jetzt bin ich bei den netten Tierschützern von ADPCA, die sich liebevoll
um mich kümmern und versuchen, mir Sicherheit zu geben. Das gelingt
ihnen (noch) nicht, denn der Weg von einem Panikhund zu einem
entspannten Vierbeiner ist noch weit. Entweder finde ich einen super tollen
Trainer, der mir zeigt, wie ich meine Angst vor Geräuschen verliere, oder
ich muss mich damit abfinden, für immer ein Angsthund zu bleiben.
Auch Wasser ist nicht mein Freund. Im Sommer haben mich die Betreuer
zum Pool mitgenommen, damit ich mich abkühlen kann, aber kaum hatte
ich eine Pfote ins Wasser gesetzt, bekam ich Angst. Also stellten sie mir
mein eigenes kleines Plastikbecken in den Zwinger. Ich kann mich aber
nicht damit anfreunden. Die Wanne nutze ich nur als Trinkbrunnen. Aber
es gibt viele wasserscheue Hunde. Baden, plantschen und schwimmen ist
nicht mein Ding und muss ja nicht sein.
Wenn die Betreuer in der Nähe sind, wenn ich plötzlich ein lautes Geräusch
höre, flüchte ich mich zu ihnen und suche Schutz. Dann streicheln und
beruhigen sie mich. Wenn sie da sind, versuche ich nicht, über den Zaun zu
klettern. Aber sie müssen sich auch um Hunde kümmern und können nicht
ständig in meiner Nähe sein, um mich vor den vermeintlichen „Gefahren“
zu schützen. Wie soll ich wissen, was gefährlich ist und was nicht? Ich
halte alle lauten Geräusche für gefährlich. In der Zeit, bis die Betreuer bei
mir im Zwinger sind, stehe ich schon wie eine Gämse auf dem Zaun.
Deshalb suche ich ganz besondere Menschen. Ihr müsst nur drei
Eigenschaften mitbringen: Geduld, Geduld und nochmals Geduld! Ich
werde mich schnell an Euch gewöhnen, mich anfassen und streicheln
lassen, das Kuscheln genießen und bei Euch Schutz suchen. Aber es kann
lange dauern, bis ich mich an laute Geräusche gewöhne. Vielleicht wird es
mir nie gelingen. Das Tierheim liegt außerhalb der Stadt, also relativ ruhig.
Nach meinem Umzug geht es richtig zur Sache: Straßenlärm, Baustellen,
LKWs, die S-Bahn, eine Tasse, die zu Boden fällt, der raschelnde gelbe
Sack, ein Trupp Baumfäller im eigentlich stillen Wald, laute Menschen, die
zu Besuch kommen – es gibt hunderte Situationen, die mit Lärm verbunden
sind und die mich in Panik versetzen können. Deshalb brauche ich ein
Sicherheitsgeschirr und einen GPS-Tracker. Denn wenn ich mich losreiße,
lasse ich mich so leicht nicht wieder einfangen.
Ich bin zwar ein lieber Hund und gehe hervorragend an der Leine, aber
einmal wollte ich einen anderen Hund aus Angst beißen. Der war mir zu
aufdringlich. Aber vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, dass ich bei
einem guten Trainer lerne, meine Ängste zu überwinden oder zumindest zu
reduzieren. Das wäre mein Traum!
Bevor Ihr anruft, überlegt Euch gut: Traut Ihr Euch einen Angsthund wie
mich zu? Wenn Ihr diese Frage mit „ja“ beantworten könnt, würde ich
mich freuen, bald bei Euch einzuziehen. Ich verspreche Euch, dass ich
mein Bestes geben werde, mich anzupassen.
Bitte meldet Euch bei meiner Vermittlerin Julia Ksienrzyk.
Bitte beachten Sie die ggf. angegebenen Sprechzeiten. Jederzeit können Sie
aber auch eine E-Mail unter Angabe Ihrer Telefonnummer senden.

Julia Ksienrzyk (Sprachen: Deutsch, Englisch, Polnisch)
Mobile: 0174 2005596 (am besten ab 16 Uhr erreichbar)
e-Mail: ksienrzyk@tsv-europa.de

Wichtiger Hinweis: Bevor Sie eine Adoption in die Wege leiten, vergewissern Sie sich, dass der Hund hinsichtlich seiner Rasse keinem Einfuhr- und Verbringungsverbot nach Bundes- oder Landesrecht unterliegt. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihr zuständiges Ordnungsamt.

Kontakt zum Tierheim

Tierheim Tierschutzverein Europa e.V.

Anschrift Barbarastr. 23
77756 Hausach
Deutschland

Aufenthalts-  

land Spanien

Homepage http://www.tierschutzverein-europa.de/

 
Seitenaufrufe: 1555