shelta - such's tier aus: das Online-Tierheim von TASSO

CELTA - sucht die Nadel im Heuhaufen

Notfall

ID-Nummer102303

Tierheim NameSieben-Katzenleben e.V.

RufnameCELTA

RasseEuropäisch Kurzhaar

Geschlecht/KastriertMännlich

Alter 8 Jahre , 10 Monate

Farbegrau getigert

im Tierheim seit18.08.2012

letzte Aktualisierung07.11.2017

AufenthaltsortPflegestelle

Freigänger Wohnungskatze

Verträglich mit Artgenossen

Temperament ruhig

Unglücksraben haben nicht immer schwarze Federn. Sie können durchaus auch einen graugestreiften Pelz tragen. Gemeinsam ist ihnen aber, dass sich das ganze Leben gegen sie verschworen hat.

Celta (geb. ca. 2009) landete in der Tötungsstation und damit schien sein Schicksal besiegelt zu sein. Doch dann tauchte ein kleiner, heller Lichtstreif am dunklen Horizont auf, denn Celta und einige seiner Leidensgenossen wurden von unserer spanischen Tierschutzkollegin im August 2012 aus der Perrera gerettet. Von nun an hätte sich eigentlich das Blatt für Celta wenden müssen, doch stattdessen begann sein Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner – Vorurteile.

Jung, niedlich, verspielt, unbefangen, verträglich, verschmust und gesund – so stellen sich die meisten Menschen die ideale Katze vor. Doch was machen Tiere, die von diesem Ideal abweichen? Und mal Hand aufs Herz. Würden wir, wenn wir eine Katze wären, all' diese Attribute mitbringen? Celta ist das ganze Gegenteil und trotzdem (oder gerade deswegen) ein ganz toller Kerl.

Celta ist ein Kater im allerbesten Alter, der zwar dem Kindchenschema entwachsen ist, sich aber zu einem wahren Prachtexemplar eines Tigers entwickelt hat. Stattlich und mit rundem Katerkopf strahlt er bereits äußerlich einen starken Charakter aus. Doch genau diese Charakterstärke führt dazu, dass Celta unter den sehr beengten und provisorischen Unterbringungsbedingungen auf der Finca als „schwierig“ eingestuft wird. Gestandene Kater wie Celta beanspruchen naturgemäß ein Revier, das sie gegen Eindringlinge verteidigen. Und sie klären mit ihren Artgenossen eine Rangordnung, die, einmal festgelegt, gut akzeptiert wird. Doch beides ist auf der Finca unmöglich. Den Umständen geschuldet, leben hier zu viele Tiere auf engstem Raum, ohne sich gegenseitig ausweichen oder in Ruhe zurückziehen zu können. Auch wird das Gruppengefüge durch immer wieder neu aufgenommene Tiere ständig verändert. Aus Katzensicht zeigt Celta ein völlig normales Verhalten, nur wir Menschen erleben ihn als unbequemen Störenfried, der Unruhe ins Geschehen bringt. In Wirklichkeit ist es aber Celta, der unendlich unter dieser Situation leidet und daher ganz dringend ein Zuhause sucht.

Wie bei uns Menschen, entscheidet auch bei Celta die Sympathie, welche Artgenossen er mag und welche nicht. Erfahrungsgemäß kommt er mit ruhigen Katzenmädchen am besten aus. Daher sollte Celta zukünftig nur mit einem freundlichen Samtpfötchen zusammenleben, eine große Katzengruppe wäre für ihn absolut ungeeignet.

Sicherlich würde Celta auch ohne weitere Katzen glücklich werden können, vorausgesetzt, dass seine Menschen sich ausreichend Zeit für ihn nehmen. Doch genau hier lauert das nächste "Problem" denn Celta weiß noch nicht, wie großartig das Zusammenleben mit Menschen überhaupt sein kann. Woher auch? Celta hat noch nie Nähe und Wärme spüren dürfen. Nach den furchtbaren Erfahrungen in der Perrera wird er auf der Finca zwar mit allem Nötigen versorgt aber für geduldige Zuwendung fehlt einfach die Zeit. Da Celta durch sein dominantes Verhalten immer wieder phasenweise in einem Käfig separiert wurde, ist sein Vertrauen auf eine harte Probe gestellt worden und muss in langsamen kleinen Schritten liebevoll aufgebaut werden. Mit Kochschinken hat man hierbei ein Ass im Ärmel. Leckereien stehen selten auf der Speisekarte und sind für Celta etwas ganz besonderes. In einer ruhigen und stressfreien Umgebung wird man bei Celta schnell Erfolge erzielen, wenn man ihn mit solchen Gaumengenüssen besticht. Ganz süß ist seine hohe Mädchenstimme, die so gar nicht zu seiner prächtigen Statur passt. Celta ist sehr gesprächig und wenn er erst einmal richtig aufgetaut ist, wird man sich blendend mit ihm unterhalten können.

Was Celta aber zu einem wirklichen Unglücksraben hat werden lassen, ist sein positives FIV-Testergebnis mit dem seine ohnehin nicht rosigen Vermittlungschancen nun fast auf Null gesunken sind. Aber auch als positiver Virusträger kann man bzw. "Katz" ein langes und erfülltes Leben führen.

Für Celta suchen wir nun die Nadel im Heuhaufen – geduldige Menschen, die Celta liebevoll auf seinem Weg zu Vertrauen und Unbefangenheit begleiten und sich nicht durch das Stigma "FIV positiv" abschrecken lassen.

Wer macht aus unserem Pechvogel einen Glückspilz?

Bis zu seiner Vermittlung würden wir uns freuen, wenn liebe Paten uns bei der Unterbringung und Versorgung finanziell unterstützen.
FIV positiv
Kontakt zum Tierheim

Tierheim Sieben-Katzenleben e.V.

Anschrift 76135 Karlsruhe
Deutschland
(Pflegestelle)

Telefon +49 (0)30 49001787

Homepage http://www.sieben-katzenleben.org/

 
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