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GOYA weiblich, kastriert, Podencomix, geb. 15.02.2013, 55 cm

Vermittelt

ID-Nummer95834

Tierheim NameTierschutzverein Kronach und Umgebung e.V.

RufnameGOYA

RassePodenco-Mix

Geschlecht/KastriertWeiblich, Kastriert

Alter 4 Jahre , 9 Monate

Farbebraun

im Tierheim seit10.08.2015

letzte Aktualisierung02.09.2017

AufenthaltsortTierheim

Kinderlieb nein

Geeignet für Erfahrene

Größe groß

Temperament lebhaft

Verträglich mit Rüden, Hündinnen

Als wir neulich in die Karteikarte unserer Goya geschaut haben, hat uns fast der Schlag getroffen: eineinhalb Jahre lebt die süße Maus nun schon im Tierheim Kronach! Wie kann das sein? Warum hat sich in all dieser Zeit niemand für dieses Prachtmädel gefunden? Wir verstehen es nicht!!! Goya ist immer noch jung, sie ist mit ihrer schokobraunen Fellfarbe bildhübsch und sie ist der Typ Hund, der mit seinen Menschen durch dick und dünn geht! Warum also hat sie noch kein Herz erobern können???
Anscheinend hat Goya einfach nur Pech. Diese Pechsträhne zieht sich leider schon durch ihr ganzes Leben, denn sie stammt ursprünglich aus Spanien, wo sie gefunden wurde. Wie so viele ihrer Leidensgenossen wurde sie einfach auf der Straße ausgesetzt, trauriger Alltag für unsere Tierschutzkollegen vom Tierheim Albolote/Granada. Nach einem etwa halbjährigen Aufenthalt im dortigen Tierheim durfte Goya schließlich im August 2015 nach Kronach reisen, im Köfferchen nichts als die Hoffnung auf eine endlich glückliche Zukunft. Doch bisher mussten wir die erwartungsvolle Hündin immer vertrösten, denn auch nach eineinhalb Jahren in Deutschland ist keine eigene Familie in Sicht.
Daher möchten wir hier noch einmal einen Aufruf starten. Nach eineinhalb Jahren Zusammenleben mit ihr hatten wir Gelegenheit, Goyas Charakter genau kennenzulernen und können sie daher noch treffender beschreiben. Eines ist sicher: Goya ist ein toller Hund und hat es keinesfalls verdient, ihr Leben hinter Tierheimgittern verbringen zu müssen. Sie könnte eine wunderbare Bereicherung für eine aktive und unternehmungslustige Familie sein.
Wie sollte Goyas Traum-Zuhause also aussehen? Zunächst einmal sollten ihre neuen Besitzer schon etwas Hundeerfahrung mitbringen. Goya ist ein toller Hund und zu ihren Menschen absolut lieb und gutmütig, aber sie muss konsequent und souverän geführt werden. Wenn sie spürt, dass ihre Menschen unsicher sind, wird sie versuchen, ihren Kopf durchzusetzen und ihnen auf der Nase herumtanzen. Goya muss ihre Grenzen genau kennen, dann ordnet sie sich auch problemlos unter.
Bei einer guten Mensch-Hund-Beziehung ist Goya der treueste Kumpel, den man sich vorstellen kann. Dank ihrer regelmäßigen Gassigeherin ist sie inzwischen sehr gut erzogen und gehorcht auf leiseste Kommandos. Ihr Ausführ-Frauchen muss oft nur flüstern oder leise mit der Zunge schnalzen, manchmal reicht sogar auch nur ein Blick, und Goya reißt sich fast ein Bein heraus, um das gewünschte Kommando auszuführen. Sie liebt ihre Bezugspersonen heiß und innig und möchte ihnen unbedingt gefallen. Wer Podencos kennt, weiß, dass das nicht immer die Regel ist bei dieser Rasse…! Nein, Goya ist schon ein besonderer Schatz! Sie hat großen Spaß daran, Neues zu lernen und Kommandos zu befolgen.
Allerdings muss sie sehr liebevoll geführt werden, denn sie ist sehr sensibel (typisch Podenco) und blockt bei Zwang, Strafen oder lautem Geschrei sofort ab. Dann ist gar nichts mehr mit ihr anzufangen. Mit freundlicher und ruhiger Stimme kann man von ihr dagegen alles bekommen.
Natürlich ist – wie bei fast allen Podencos – aber auch bei Goya Jagdtrieb vorhanden. Im Wald sollte sie daher trotz gutem Gehorsam besser an der Leine bleiben. Einem aufspringenden Hasen könnte sie wahrscheinlich doch nicht mehr widerstehen… Auf sicherem Gelände kann sie aber (natürlich erst nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit!) bestimmt auch mal ohne Leine herumflitzen, da ihre Bindung an ihren Menschen sehr stark ist.
Selbstverständlich braucht Goya viel Auslauf. Sie ist ja immer noch jung, immer noch ein Powerpaket und nicht für Couch Potatoes geeignet. Sie möchte hinaus in die Welt und so kann ihr keine Wanderung zu lang oder zu anstrengend sein. Auch ausgelassenes Spielen, egal ob mit Bällen oder Quietschtieren, findet sie super. Goya macht alles begeistert mit. Leider zieht sie ab und zu etwas an der Leine, aber auch dies wird sich mit regelmäßigem Auslauf und Erziehung sicher noch bessern.
Goya liebt übrigens Wasser! Unsere Planschbecken, die wir im Sommer immer in unsere Hundegärten stellen, nutzt sie mit Begeisterung und auch unterwegs genießt sie bei warmem Wetter gern mal ein Bad in einem Bach.
Auch wenn wir nicht wissen, ob Goya überhaupt schon mal in einem richtigen Menschenhaushalt gewohnt hat, sehen wir hierbei überhaupt keine Probleme. In ihrem Tierheim-Zwinger ist sie absolut pieksauber. Sie würde vermutlich lieber platzen als ihr Geschäft im Zwinger zu verrichten und wartet immer ab, bis sie raus darf. Ganz sicher wird sie auch in einer Wohnung stubenrein sein.
Auch denken wir, dass Goya allein bleiben kann, denn sie ist bei uns stets superbrav. Weder macht sie ihre Decken kaputt, noch kläfft sie ständig, noch randaliert sie anderweitig, wenn wir gerade nicht im Tierheim sind. Sie liebt ihr Körbchen, mag es gerne kuschelig (auch dies ist typisch Podenco…) und würde die Abwesenheit ihrer Menschen wahrscheinlich einfach verschlafen. Zu lange sollte dies jedoch trotzdem nicht dauern (maximal einen Vormittag zum Beispiel), denn Goya ist eben ein junger Hund, der Action braucht. Autofahren ist übrigens auch überhaupt kein Problem für sie.
Wir könnten uns vorstellen, dass Goya ihr Heim auch durchaus etwas bewachen würde, wenn sie sich erst einmal eingewöhnt hat. Da sie sehr auf ihre Menschen fixiert ist, ist sie nicht „Everybodys Darling“, der gleich jedem Fremden voller Freude in die Arme springt. Zwar ist sie im Tierheim freundlich zu jedermann, aber wir könnten uns vorstellen, dass sie in ihren eigenen vier Wänden bei Fremden erst mal etwas misstrauisch reagiert - vor allem bei Männern.
Bei ihren Bezugspersonen ist sie übrigens eine richtige Schmusebacke. Ganz nach Podenco-Art schmiegt sie sich an, gibt Küsschen und lässt sich wohlig knuddeln. Körperkontakt und ganz viel Geborgenheit sind sehr wichtig für sie.
Mit anderen Hunden versteht sich Goya in der Regel gut, kann aber auch mal zickig sein, wenn ihr einer total gegen den Strich geht. Sie sieht sich schon selbst gerne als Chefin, aber wenn das die anderen akzeptieren, ist alles gut. :-)
Was lässt sich sonst noch sagen? Für Kinder ist Goya unserer Meinung nach nicht geeignet. Jugendliche sollten aber kein Problem sein.
Nun hoffen wir, dass Goyas lange Wartezeit bald ein Ende findet! Sie hätte ihren Menschen so viel zu bieten und würde mit ihnen bis ans Ende der Welt gehen. Es muss doch irgendwo genau die richtigen Menschen geben, die ihre Vorzüge erkennen und sie für immer ins Herz schließen! Wo findet unsere Goya ihr Traum-Plätzchen?
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