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PIRATA ist nicht mehr wiederzuerkennen! Aus dem Häufchen Elend ist ein fröhlicher, agiler Hund geworden

ID-Nummer315980

Tierheim NameTierschutzverein Europa e.V.

RufnamePIRATA

RasseMischlingshund

Geschlecht/KastriertMännlich

Alter 4 Jahre , 9 Monate

Farbeweiß-schwarz

im Tierheim seit13.07.2020

letzte Aktualisierung13.07.2020

AufenthaltsortAusland

Größe groß

Temperament schüchtern

Name: Pirata
Geburtsdatum: 01/01/2016
Geschlecht: männlich
Größe: 50 cm
Rasse: Mischling
Aufenthaltsort: Zaragoza (Perrunas en calma)
Krankheiten: Leishmaniose-positiv, braucht täglich Medikamente und muss regelmäßig kontrolliert werden. Ihm fehlt sein rechtes Auge, was ihn nicht daran hindert, sich normal zu bewegen.
Kastriert: Noch nicht.
Mittelmeerkrankheiten: am 01/06/2020 getestet. Filariose, Ehrlichiose und Anaplasmose negativ, Leishmaniose positiv


Update vom 23.10.2020:
Pirata ist nicht mehr wiederzuerkennen! Aus dem Häufchen Elend ist ein fröhlicher, agiler Hund geworden. Bei seinem ersten großen Spaziergang in der Gruppe, stand sein Schwänzen nicht mehr still. Es ist eine Freude, dabei zuzusehen, wie Pirate die Welt neu entdeckt. Er springt von einem zum anderen als wollte er sagen: ist das nicht toll? Ist das nicht großartig? Guck mal der Grashalm! Und die anderen Hunde! Und wie es hier überall spannend riecht! Seine Lebensfreude ist ansteckend und wir können uns lebhaft vorstellen, wie begeistert Pirata erst wäre, wenn er wüsste, dass all das nur der Anfang ist. Denn es gibt ja noch soooo viel für ihn zu entdecken. Wie es ist, ein Teil einer Familie zu sein, mehrmals am Tag spazieren zu gehen, statt nur einmal die Woche. Neue Hundefreunde zu treffen und mit ihnen zu spielen. Oder abends gemeinsam mit seiem Menschen auf dem Sofa zu kuscheln.
Nicht nur seelisch, sondern auch körperlich liegen Welten zwischen dem Tag, an dem Pirata hier ankam und heute. Er hat Muskeln aufgebaut, sein Fell glänzt und sein Leishmaniosetiter ist schon gesunken. Er ist bereit, in sein neues zu Hause zu ziehen. Er hat mit seinem alten Leben voll und ganz abgeschlossen. Nichts erinnert mehr daran. Und wir sind gespannt, wer mit Pirata das nächste Kapitel in seinem neuen Leben schreiben wird.

Die Geschichte von Pirata ist hart und geht uns besonders nahe. Die Helferinnen des kleinen Vereins Perruna en Calma hörten, dass Pirata seit fast drei Jahren im städtischen Tierheim (einer Perrera/Tötungsstation) saß. Niemand hat je nach ihm gefragt und Pirata verlor seinen Lebenswillen. Die ganze Zeit in seinem Zwinger eingesperrt, allein, hat er sich völlig aufgeben. Auch wenn er nicht vor Trauer und Einsamkeit gestorben wäre, wäre sein Tod besiegelt, denn das Tierheim war voll und er sollte zu den Hunden gehören, die dann getötet werden, wenn kein Platz mehr ist. Er wartete hier schon viel zu lange, so dass der die Ehrenamtlichen von Perruna en Calma beschlossen, ihn so schnell wie möglich da rauszuholen. Und sobald die Corona-Bestimmungen es zuließen, retteten sie Pirata, der nur noch ein zitterndes Häufchen Elend war.

Pirata ist ein guter Hund, freundlich und unterwürfig zu Menschen, aber er ist immer noch in seiner Angst gefangen. Er hat zu viel Zeit allein verbracht, isoliert, krank in seinen eigenen Exkrementen gelebt, und das hat seinen Charakter geprägt. Während dieser Zeit verlor er auch eines seiner Augen, ohne dass in der Perrera jemand erklären konnte, wie es dazu kam.
Pirata war nur wenige Monate alt, als er ins Tierheim kam. Er wurde beschlagnahmt von einem Besitzer mit psychischen Problemen. Niemand fragte je nach ihm oder interessierte sich für ihn. Vielleicht, weil seine Schüchternheit und Traurigkeit ihn davon abhielten, sich jemandem zu nähern, oder vielleicht, weil er einfach niemandem auffiel. So zog Pirata sich immer mehr zurück. Er saß fast drei Jahre lang allein und isoliert in einem Käfig.

Als die ehrenamtlichen Helferinnen des örtlichen Tierschutzvereins ihn abholten, reagierte er kaum, er war menschlichen Kontakt nicht gewohnt. Sein Körper war voller schmutziger Wunden, er hatte überall Hautverletzungen und er war durchtränkt von einem üblen Gestank. Seine Krallen waren jahrelang gewachsen, ohne jemals geschnitten zu werden, seine neuen Pflegerinnen, die schon viel erlebt haben, hatten so etwas noch nie gesehen. Der Anblick brachte selbst diese gestandenen Frauen zum Weinen. Nach einem guten Bad begann Pirata, seine Würde wiederzuerlangen. Er wurde liebevoll gepflegt und bekam endlich sein erstes eigenes Körbchen an einem sicheren Ort.

Er wurde medizinisch untersucht und zum Glück waren seine Testergebnissenicht so schlimm, wie erwartet. Aber der Mittelmeertest ergab: positiv auf Leishmaniose. Die Behandlung hat bereits begonnen. Er erholt sich sehr gut und nimmt seit fast zwei Monaten an Gewicht zu.
Jetzt nach ein paar Wochen beginnt er auf die Liebkosungen seiner Pflegerinnen zu reagieren und wedelt mit dem Schwanz, wenn er sieht, dass er Besuch bekommt. Er freut sich, sie zu sehen, und er liebt es, wenn man mit ihm in seinem Zwinger Zeit verbringt und mit ihm schmust.

Womit Pirata noch nicht zurechtkommt, ist die Freiheit. Nachdem er so lange eingesperrt war, fühlt er sich draußen nicht sicher, und wenn man versuchz, ihn herauszuholen, will er am liebsten zurück in seinen Zwinger. Er ist noch nicht in der Lage, einen einfachen Spaziergang zu genießen. Wir wissen auch nicht, wie er mit anderen Hunden umgeht, weil er noch allein ist und Zeit braucht, um sich zu erholen. Aber sobald er körperlich erholt ist, wird er mit anderen Hunden sozialisiert.

Pirata ist ein ganz besonderer Hund, der so viel gelitten hat, so viel, dass er ohne Lebenswillen ins Tierheim kam. Nach und nach erholt er sich physisch, aber er braucht Hilfe, damit seine Seele sich erholt und er wieder ein Hund mit Lebenswillen und Selbstvertrauen werden kann. Deshalb suchen wir nach einer besonderen Familie für Pirata, mit genügend Geduld und Liebe, um sein Schicksal zu ändern und ihm beizubringen, dass das Leben lebenswert ist. Wenn du dieser besondere Mensch in Piratas Leben sein willst, ruf seine Vermittlerin Sandra Katusic an, sie wird dir alles Wichtige zum Adoptionsverfahren erklären.


Sandra Katusic (Sprachen: Deutsch, Englisch)
Handy: 0151 72749757
E-mail: katusic@tsv-europa.de

Wichtiger Hinweis: Bevor Sie eine Adoption in die Wege leiten, vergewissern Sie sich, dass der Hund hinsichtlich seiner Rasse keinem Einfuhr- und Verbringungsverbot nach Bundes- oder Landesrecht unterliegt. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihr zuständiges Ordnungsamt.

Kontakt zum Tierheim

Tierheim Tierschutzverein Europa e.V.

Anschrift Meisenstr. 6
71576 Burgstetten
Deutschland

Homepage http://www.tierschutzverein-europa.de/

 
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