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PIRATA ist nicht mehr wiederzuerkennen! Aus dem Häufchen Elend ist ein fröhlicher, agiler Hund geworden

ID-Nummer315980

Tierheim NameTierschutzverein Europa e.V.

RufnamePIRATA

RasseMischlingshund

Geschlecht/KastriertMännlich

Alter 5 Jahre

Farbeweiß-schwarz

im Tierheim seit13.07.2020

letzte Aktualisierung13.07.2020

AufenthaltsortAusland

Geeignet für Erfahrene

Größe groß

Temperament schüchtern

Verträglich mit Rüden, Hündinnen

Name: Pirata
Geburtsdatum: 01/01/2016
Geschlecht: männlich
Größe: 50 cm
Rasse: Mischling
Aufenthaltsort: Zaragoza (Perrunas en calma)
Krankheiten: Leishmaniose-positiv, braucht täglich Medikamente und muss regelmäßig kontrolliert werden. Ihm fehlt sein rechtes Auge, was ihn nicht daran hindert, sich normal zu bewegen.
Kastriert: Noch nicht.
Mittelmeerkrankheiten: am 01/06/2020 getestet. Filariose, Ehrlichiose und Anaplasmose negativ, Leishmaniose positiv


Update vom 27.11.2020:
Seit Pirata hier im Shelter angekommen ist, hat er sich komplett verwandelt. Damals in körperlich schlechtem Zustand, ängstlich und scheu. Heute läuft er fröhlich mit den Gassigänger nach draußen – allerdings nur so lange keine Schüsse der Jäger zu hören sind. Am liebsten läuft er mit Alba, er mag ruhige Hunde wie sie. Auf wilde Junghunde, die ihn anspielen kann er dafür gut verzichten, das verunsichert ihn. Ein ruhige Ersthündin in der zukünftigen Familie wäre eine großeHilfe für ihn.

Dass Pirata mal ein Häufchen Elend war, ist kaum noch zu glauben. Heute sprüht er vor Lebensfreude. Wenn die Helferinen von Perrunas en calma ihn besuchen, freut er sich riesig und genießt die Zuwendung. Aber jetzt, wo er gelernt hat, was ihm all die Jahre fehlte, braucht er unbedingt eine richtige Familie. Er hat schon viel zu viel seiner Lebenszeit im Zwinger verbracht. Wir haben Angst, dass eine weitere lange Wartezeit hier in der Pension, seine tolle Entwicklung gefährden könnte. Pirata hat alles gegeben und hat sich aus seinem Schneckenhaus heraus gewagt. Es geht es ihm auch körperlich sehr gut. Er kann ein ganz normales Leben führen, wenn er weiter seine Medikamente bekommt (Allopurionol ist nicht teuer). Jetzt hat er es mehr als verdient, dass sein Mut endlich belohnt wird. Wo ist die ganz besondere Familie, für einen ganz besonderen Hund? Wer zeigt Pirata, wie schön ein Hundeleben wirklich sein kann?

Die Geschichte von Pirata ist hart und geht uns besonders nahe. Die Helferinnen des kleinen Vereins Perruna en Calma hörten, dass Pirata seit fast drei Jahren im städtischen Tierheim (einer Perrera/Tötungsstation) saß. Niemand hat je nach ihm gefragt und Pirata verlor seinen Lebenswillen. Die ganze Zeit in seinem Zwinger eingesperrt, allein, hat er sich völlig aufgeben. Auch wenn er nicht vor Trauer und Einsamkeit gestorben wäre, wäre sein Tod besiegelt, denn das Tierheim war voll und er sollte zu den Hunden gehören, die dann getötet werden, wenn kein Platz mehr ist. Er wartete hier schon viel zu lange, so dass der die Ehrenamtlichen von Perruna en Calma beschlossen, ihn so schnell wie möglich da rauszuholen. Und sobald die Corona-Bestimmungen es zuließen, retteten sie Pirata, der nur noch ein zitterndes Häufchen Elend war.

Pirata ist ein guter Hund, freundlich und unterwürfig zu Menschen, aber er ist immer noch in seiner Angst gefangen. Er hat zu viel Zeit allein verbracht, isoliert, krank in seinen eigenen Exkrementen gelebt, und das hat seinen Charakter geprägt. Während dieser Zeit verlor er auch eines seiner Augen, ohne dass in der Perrera jemand erklären konnte, wie es dazu kam.
Pirata war nur wenige Monate alt, als er ins Tierheim kam. Er wurde beschlagnahmt von einem Besitzer mit psychischen Problemen. Niemand fragte je nach ihm oder interessierte sich für ihn. Vielleicht, weil seine Schüchternheit und Traurigkeit ihn davon abhielten, sich jemandem zu nähern, oder vielleicht, weil er einfach niemandem auffiel. So zog Pirata sich immer mehr zurück. Er saß fast drei Jahre lang allein und isoliert in einem Käfig.

Als die ehrenamtlichen Helferinnen des örtlichen Tierschutzvereins ihn abholten, reagierte er kaum, er war menschlichen Kontakt nicht gewohnt. Sein Körper war voller schmutziger Wunden, er hatte überall Hautverletzungen und er war durchtränkt von einem üblen Gestank. Seine Krallen waren jahrelang gewachsen, ohne jemals geschnitten zu werden, seine neuen Pflegerinnen, die schon viel erlebt haben, hatten so etwas noch nie gesehen. Der Anblick brachte selbst diese gestandenen Frauen zum Weinen. Nach einem guten Bad begann Pirata, seine Würde wiederzuerlangen. Er wurde liebevoll gepflegt und bekam endlich sein erstes eigenes Körbchen an einem sicheren Ort.

Er wurde medizinisch untersucht und zum Glück waren seine Testergebnissenicht so schlimm, wie erwartet. Aber der Mittelmeertest ergab: positiv auf Leishmaniose. Die Behandlung hat bereits begonnen. Er erholt sich sehr gut und nimmt seit fast zwei Monaten an Gewicht zu.
Jetzt nach ein paar Wochen beginnt er auf die Liebkosungen seiner Pflegerinnen zu reagieren und wedelt mit dem Schwanz, wenn er sieht, dass er Besuch bekommt. Er freut sich, sie zu sehen, und er liebt es, wenn man mit ihm in seinem Zwinger Zeit verbringt und mit ihm schmust.

Womit Pirata noch nicht zurechtkommt, ist die Freiheit. Nachdem er so lange eingesperrt war, fühlt er sich draußen nicht sicher, und wenn man versuchz, ihn herauszuholen, will er am liebsten zurück in seinen Zwinger. Er ist noch nicht in der Lage, einen einfachen Spaziergang zu genießen. Wir wissen auch nicht, wie er mit anderen Hunden umgeht, weil er noch allein ist und Zeit braucht, um sich zu erholen. Aber sobald er körperlich erholt ist, wird er mit anderen Hunden sozialisiert.

Pirata ist ein ganz besonderer Hund, der so viel gelitten hat, so viel, dass er ohne Lebenswillen ins Tierheim kam. Nach und nach erholt er sich physisch, aber er braucht Hilfe, damit seine Seele sich erholt und er wieder ein Hund mit Lebenswillen und Selbstvertrauen werden kann. Deshalb suchen wir nach einer besonderen Familie für Pirata, mit genügend Geduld und Liebe, um sein Schicksal zu ändern und ihm beizubringen, dass das Leben lebenswert ist. Wenn du dieser besondere Mensch in Piratas Leben sein willst, ruf seine Vermittlerin Sandra Katusic an, sie wird dir alles Wichtige zum Adoptionsverfahren erklären.


Sandra Katusic (Sprachen: Deutsch, Englisch)
Handy: 0151 72749757
E-mail: katusic@tsv-europa.de

Wichtiger Hinweis: Bevor Sie eine Adoption in die Wege leiten, vergewissern Sie sich, dass der Hund hinsichtlich seiner Rasse keinem Einfuhr- und Verbringungsverbot nach Bundes- oder Landesrecht unterliegt. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihr zuständiges Ordnungsamt.

Kontakt zum Tierheim

Tierheim Tierschutzverein Europa e.V.

Anschrift Meisenstr. 6
71576 Burgstetten
Deutschland

Homepage http://www.tierschutzverein-europa.de/

 
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