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FLEMMA Mutige Hunde-Omi möchte ihr Herz verschenken

ID-Nummer186726

Tierheim NameStreunerherzen e.V.

RufnameFLEMMA

RasseMischlingshund

Geschlecht/KastriertWeiblich

Alter 1 Jahr , 4 Monate

Farbebraun

im Tierheim seit01.05.2018

letzte Aktualisierung17.08.2019

AufenthaltsortPflegestelle

Geeignet für Erfahrene

Größe klein

Temperament freundlich

Verträglich mit Rüden, Hündinnen, Katzen

Flemma ist eine Hundeomi, die im April 2019 ihren 11. Geburtstag feiert. Ihr Leben ist schnell erzählt – 10 Jahre können wir kurz in einem Satz zusammenfassen, denn sie hat beinahe jeden Tag ihres Lebens hinter Gittern verbracht! Das ist die traurige Realität – denn das Schicksal hat es bisher nicht gut gemeint mit Flemma. Als Welpe wurde sie ins Canile Tortoli gebracht, wahrscheinlich war sie damals ein fröhlicher, junger Hund, voller Lebensfreude und Tatendrang – neugierig, die Welt zu erkunden und zu erfahren, was das Leben sonst noch so zu bieten hat, außer den endlos langweiligen Tagen in einem nackten Zwinger mit kaltem Betonboden. Keine Aufmerksamkeit, kein Spielzeug, keine Freude mehr. Und so machte sich irgendwann die Einsamkeit in ihrem Herzen breit. Aus den trostlosen Tagen wurden Wochen, Monate und Jahre.

Am 27.06.2018 zog Flemma endlich bei einer unserer Pflegestellen ein und ihr Leben sollte sich grundlegend ändern. Für die Maus hieß es nun, mit 10 Jahren noch zu lernen, wie das Leben bei und mit den Menschen funktioniert. Flemma hat den Mut gefasst, sich nach so langer Zeit im Canile den Menschen anzuschließen.

Die Pflegefamilie kann heute wie folgt von Flemma berichten:

"Manches Mal empfinde ich gerade die Hunde, die schlechte oder gar keine Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, als ein Wunder! Nach 10 Jahren, fast einem ganzen Leben im Canile, haben wir uns die schlimmsten Szenarien ausgemalt, auch die Möglichkeit im Kopf gehabt, der kleinen Maus nicht helfen zu können, dem Menschen überhaupt nur eine Chance zu geben. Was dann aber bei uns ankam, war wieder ein absolutes Wunder.

Die ersten Tage musste Flemma natürlich lernen, an der Leine zu laufen, einem Menschen zu folgen, den sie weder kennt noch ihm vertraut. Mit uns Menschen in einem Raum zu sein, in unserer Nähe zu fressen, sich in unserer Nähe zu lösen. Sie schien Scheuklappen aufgesetzt zu haben, bloß "funktionieren", aber sonst bitte nichts mitbekommen. Dann noch unsere anderen Hunde, erstmal verbellen. Sie brauchte den Abstand. Nach und nach machte sie an unterschiedlichen Stellen ihre Fortschritte - sie hat sich zu einer absoluten Zuckerschnute gemausert.

Von uns Menschen kann Flemma nicht genug bekommen. Sobald sie uns sieht, wedelt die kleine Rute ohne Pause. Sie genießt die Streicheleinheiten, auch mal ordentlich Durchrubbeln ist erlaubt, nur Festhalten ist nichts für sie. Mit meinen Chihuahuas spielt Flemma regelmäßig und auch wir Menschen werden immer häufiger aufgefordert. Da entrutscht ihrem Mäulchen schon mal ein Beller vor lauter Aufregung. Ja, Flemma gehört noch lange nicht zum "alten Eisen". Regelmäßig machen wir mit ihr Suchspiele im Haus, ganz ihrer Veranlagung entsprechend - die Maus ist ein echter Suchmeister.

Ist keine Aktion angesagt, schläft sie tief und fest, ihr Schnarchen verrät sie immer wieder. Sie bleibt einige Stunden problemlos mit meinen Hunden allein, stubenrein zeigte sie sich bereits von Anfang an, wobei sie öfter raus muss als junge Hunde. Kommt Besuch, werden die gebliebenen "Baustellen" sichtbar. Flemma bellt , um anzuzeigen, dass dort jemand unser Reich betritt. Dann muss sie aus ihrer sicheren Zone beäugen, wer das nun ist, ob Gefahr droht. Sobald sie den Besuch als ungefährlich eingestuft hat, taut sie auf, schnüffelt am Besucher und lässt sich immer öfter auch anfassen.

Schreckhaft reagiert Flemma noch auf plötzliche Geräusche, z. B. wenn etwas herunterfällt. Staubsauger, Besen und andere gruselige Gegenstände machen ihr keine Probleme. Spaziergänge sind unproblematisch, solange wir keinen Menschen begegnen - besonders schreiende Kinder wirken angsteinflößend auf sie. Auch hier muss sie noch weiter verinnerlichen, dass Menschen keine Bedrohung darstellen. Bis dahin ist sie auf die Unterstützung ihrer Bezugspersonen angewiesen. Ansonsten hat sie die Nase sehr viel am Boden, saugt die vielen Gerüche in sich auf und auch bei Vögeln macht Flemma ab und an mal den Ansatz eines Jagdversuchs.“

Die sensible Maus wird weiterhin ihre Zeit brauchen, um die Begegnung mit fremden Menschen locker zu meistern. Sie hat hier gezeigt, sie kann sich binden, Vertrauen aufbauen. Wir sind uns ganz sicher, mit einer liebevollen und konsequenten Führung seitens ihrer Menschen wird Flemma sich weiterhin toll entwickeln und noch viel lernen. Ein Hund im Haushalt wäre ihr eine große Hilfe.

Wenn Sie der liebenswerten Omi die nötige Zeit geben möchten, sie weiterhin geduldig und liebevoll auf ihrem Weg zu begleiten und wenn Sie sich mit ihr gemeinsam über noch so kleine Fortschritte in ihrer Entwicklung freuen werden, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

Wir vermitteln bundesweit, wenn Sie bereit sind, Flemma auf ihrer Pflegestelle zu besuchen und abzuholen.

Ihr Ansprechpartner:
STREUNERHerzen e.V.
Beate Roeder
(02181) 49 53 52 1 oder (0172) 92 37 39 4
beate.roeder@streunerherzen.com

Steckbrief

Name: Flemma
Geboren: ca. 10.04.2008
Rasse: Mischling
Geschlecht: weiblich
Schulterhöhe: ca. 39 cm
Gewicht: 10,5 kg
Kastriert: ja
Geimpft: ja
Gechippt: ja
Farbe: braun-schwarz
Mittelmeercheck: komplett negativ
Krankheiten: keine bekannt
Katzenverträglich: ja
Hundeverträglich: ja
Kinder: unbekannt
Handicap: nein
Aufenthalt: 22419 Hamburg

Zuhause: ja
Pflegestelle: nein
Paten: nein
Notfall: nein
Geeignet für: erfahrene Hundehalter

Garten: ja
Zweithund: ja
Hundeschule: bedingt

Jagdtrieb: unbekannt
Kontakt zum Tierheim

Tierheim Streunerherzen e.V.

Anschrift 22419 Hamburg
Deutschland
(Pflegestelle)

Ansprechp. Beate Roeder Telefon +49 (0)2181 49 53 52 1

Homepage http://www.streunerherzen.com/

 
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