shelta - such's tier aus: das Online-Tierheim von TASSO

WILLI sucht aktive Menschen

Vermittelt

ID-Nummer159739

Tierheim NameTierschutzverein Europa e.V.

RufnameWILLI

RasseHütehund-Mix

Geschlecht/KastriertMännlich

Alter 5 Jahre , 3 Monate

Farbegrau-schwarz

im Tierheim seit01.01.2015

letzte Aktualisierung20.03.2018

AufenthaltsortTierheim

Geeignet für Alle

Größe groß

Temperament lebhaft

Verträglich mit Hündinnen

Name: RAMI
Geschlecht: Rüde
Rasse: Hirtenhund-Mischling
Schulterhöhe: 58 cm
Alter: April 2013
Gechipt: ja
Geimpft: ja
Mittelmeerkrankheiten: ja
Kastriert: ja
Aufenthaltsort: 79312 Emmendingen
Update vom 18.März 2018:

Rami turnt bereits seit einer Woche im Tierheim Emmendingen durch den Zwinger und hat sich bestens eingelebt. Die Züge des Hütehundes sind unverkennbar und warten nur noch darauf, geschliffen zu werden. Ein sensibler, anlehnungsbedürftiger Hund, der nicht sonderlich scharf darauf ist, sich in Eigenregie in Szene zu setzen. Rami überlässt die wichtigen Entscheidungen gerne seinem Partner Mensch. Vorausgesetzt, er ist von seinen Führungsqualitäten überzeugt und kann sich auf ihn verlassen. Eine solide Basis lässt sich hier aber sicherlich nicht im Hauruck Verfahren erreichen. Ramis neue Familie sollte sich also bewusst sein, dass es sich hier um einen Prozess handelt, an dem sie maßgeblich beteiligt sein werden und der sie fordern wird.

Die Arbeit, die Geduld und Mühe werden sich ausbezahlen! In Rami schlummert so viel Potential und so viel Herzblut, dass das gemeinsame Training und die ersten Erfolge vermutlich süchtig machen werden.

Und das ist Ramis Geschichte:
Mein Chef ist da! Mein Chef ist da! Juhu, juhu, mein Chef ist da! So überschwänglich begrüße ich meinen Betreuer. Aber das war nicht immer so. Noch vor kurzer Zeit hatte ich Panik vor allem und jedem. Ich war ein 58 cm großes Häuflein Elend. Bis ich in die Hundepension kam, hatte ich wirklich kein gutes Leben.

Es fing schon bei meiner Geburt an, denn ich war kein Wunschkind. Meine Besitzer (ich vermeide bewusst den Begriff „Familie“) ließen meine Eltern einfach unkastriert zusammenleben, und Hunde tun dann, was Hunde instinktiv tun: sie vermehren sich. Meine vielen Geschwister wurden dann einfach an irgendjemanden verschenkt, ohne dass sich meine Besitzer ein Bild von dem neuen Zuhause machten. Hauptsache weg.

So war das auch bei mir. Sie verschenkten mich an einen Schäfer. Sie dachten sicher, sie tun mir einen Gefallen, denn wo könnte sich ein Hirtenhund-Mix wohler fühlen als bei einem Hirten? Doch mit der romantischen Vorstellung eines gemütlichen alten Mannes, der seinen treuen Hund krault und auf seine Schäfchen blickt, wie sie im Sonnenuntergang grasen, haben die spanischen Hirten nichts gemeinsam. Die sind knallhart, und wenn man nicht spurt, setzt es Schläge. Ich hatte nie eine Ausbildung zum Hütehund, also woher sollte ich wissen, was zu tun war? Aber auch wenn ich alles richtig machte – der Typ hat mich trotzdem geschlagen, getreten und misshandelt.

Eines Tages – welch Wunder – kamen meine Vorbesitzer vorbei, um nach mir zu sehen (vielleicht waren sie doch nicht so herzlos). Als sie sahen, in welch erbärmlichen Zustand ich war, nahmen sie mich dem Schäfer wieder weg. Aber da war aus ihrem ehemals lebenslustigen, zutraulichen Vierbeiner bereits ein total verängstigter Hund geworden, der panisch auf alles reagiert, was um ihn herum geschieht. Es gab nichts und niemanden, vor dem ich keine Angst hatte – meine ursprünglichen Besitzer eingeschlossen.

Die brachten mich dann in eine Hundepension nach Zaragoza. Als einer der Mitarbeiter mich sah, hatte er großes Mitleid und setzte alles daran, aus mir wieder einen normalen, glücklichen Hund zu machen. Jede freie Minute hat er mit mir verbracht und mit einer Engelsgeduld mein Vertrauen gewonnen. Er war so einfühlsam, dass ich Lebensfreude und Zutrauen wiederfand. Kein Wunder, dass ich ihn so stürmisch begrüße – schließlich ist er mein Lebens- und Seelenretter.

Am 31. Dezember kam dann ein weiterer Wendepunkt in meinem Leben: Meine (ja immer noch offiziellen) Besitzer waren nicht mehr bereit, die Hundepension zu bezahlen und wollten mich in die Perrera (Tötungsstation) bringen. Gerade jetzt, wo ich wieder am Leben teilnahm, sollte es beendet werden. Dann wären alle Mühen umsonst gewesen! Der Mitarbeiter der Hundepension kontaktierte die Tierschützer von Perros con Alma. Jetzt gehöre ich offiziell der Organisation, das heißt: mir kann jetzt nichts mehr passieren. Nach mehr als einem Jahr Leid hab ich nun endlich die Chance auf ein gutes Leben.

Kann ich dieses Leben bei Euch verbringen? Ihr bekommt mit mir einen jungen, temperamentvollen, sehr lieben Hund, der nach einer anfänglichen Zeit der Vorsicht Euch ganz ergeben sein wird. Ich brauche noch etwas Erziehung, aber bitte lasst Euch damit etwas Zeit, denn Vertrauen aufbauen ist viel wichtiger. Wenn diese Hürde geschafft ist, können wir gerne zusammen in eine (absolut gewaltfreie!) Hundeschule gehen. Wichtig ist auch, dass ich jeden Tag Kontakt zu meinen Artgenossen habe.

Mit Hündinnen verstehe ich mich prima, bei Rüden lasse ich den Chef raushängen. Das kann man mit einer souveränen Führung aber in den Griff bekommen. Wenn ich kastriert bin, vielleicht (nur vielleicht) spiele ich mich dann bei meinen männlichen Kollegen nicht mehr so auf.

Also – wer von Euch hat einen langen Atem bei vertrauensbildenden Maßnahmen? Wer ist ein souveräner, aber stets freundlicher Rudelführer? Und wer hat genug Zeit, Fitness und viel Grün in der Nähe, um täglich mehrere Stunden mit mir zu laufen und mir Aufgaben zu übertragen? Ich brauche nämlich Bewegung für Körper und Geist.

Wenn Ihr all diese Fragen mit „ja“ beantworten könnt, dann würde ich mich freuen, von Euch zu hören. Meldet Euch einfach bei meiner Vermittlerin Nicole Steib.

Nicole Steib (Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch)
Telefon: 07664 6198775
Handy: 0176 30303848
E-mail: nicole.b@tsv-europa.com
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