shelta - such's tier aus: das Online-Tierheim von TASSO

CODA - vom Leben weggesperrt

ID-Nummer108170

Tierheim NameadopTiere e.V.

RufnameCODA

RasseMischlingshund

Geschlecht/KastriertMännlich, Kastriert

Alter 3 Jahre , 10 Monate

Farbegold

im Tierheim seit01.01.2016

letzte Aktualisierung01.09.2017

AufenthaltsortAusland

Geeignet für Alle

Temperament lebhaft

Verträglich mit Hündinnen

Coda - vom Leben weggesperrt

Coda lebte, gemeinsam mit seinem Vater und einer weiteren Hündin bei Menschen, die irgendwann und aus welchen Beweggründen auch immer befanden, diese Lebensgemeinschaft aufzukündigen. Sie gingen fort und überließen die zurückgelassenen Hunde ihrem Schicksal. Fünf Monate lang mussten Coda und die beiden anderen Hunde am Ort ihres ehemaligen Zuhauses ausharren, bis Anwohner, die die Drei immerhin gelegentlich mit Futter und Wasser versorgt hatten, Tierschützer und die Veterinärbehörden informierten. In Anbetracht der mehr als desolaten Verhältnisse, in welchen man die Hunde vorfand - sie vegetierten zwischen ihren Exkrementen, waren klapperdürr und krank - führte an ihrer Verbringung in ein Canile kein Weg vorbei. Trotz nun gesicherter Versorgung und medizinischer Hilfen verstarb die Hündin kurze Zeit später und Coda litt immens unter diesem Verlust.
Vor kurzem konnte für den anderen Rüden ein Zuhause gefunden werden.
Coda ist nahe daran, in emotionaler Isolation und Bindungslosigkeit zugrunde zu gehen. Es gibt in seinem Leben derzeit nichts mehr gibt, wofür es lohnt, daran festzuhalten. Der junge Hundemann wird schlicht daran irre, dass es für ihn nichts anderes zu tun gibt als darauf zu warten, dass sein Leben verstreicht. Er braucht so bald als irgend möglich Menschen, die ihm mit aller gebotenen Behutsamkeit beweisen, dass er - Coda - genau der Richtige für sie ist.
Codas Wesen, seine Seele steckt in einem noch viel winzigeren Zwinger als es der ihm zur Verfügung stehende Raum im Canile ist. Der schöne junge Hundemann ist ein grundsätzlich verträglicher, kooperativer und freundlicher Kerl. Seine gegenwärtige Lebenssituation aber schnürt ihm die Lebensfreude, die Freude an sozialer Interaktion - so solcherlei überhaupt unter den Gegebenheiten eines Hundelagers möglich ist - ab wie die Luft zum Atmen.
Unter Codas wunderschönem Pelz steckt mit einiger Wahrscheinlichkeit ein gut Teil Schäfer- beziehungsweise Hütehund. Seine Optik legt Tervueren nahe, aber auch das 'Mitmischen' eines Collies ist nicht von der Pfote zu weisen. Diese Hunde sind Meister in der Ausübung und Bewältigung anspruchsvoller, von artübergreifender Kooperation getragener Tätigkeiten. Sie sind 'soziale Profis' und beherrschen vielfältigste Umgangsformen - mit ihresgleichen wie mit anderen zwei- und vierbeinigen Spezies. Väterlicherseits könnte Coda zudem noch einen ausgeprägten, nicht zwanghaft artgebundenen Familiensinn und ein großes Verantwortungsbewußtsein für das Wohl seiner Lieben ererbt haben. Und wieviel hundlichen Autonomie- und Entscheidungsbedürfnisse Codas zukünftige Menschen mit gleichermaßen klarer wie liebevoll vermittelter Souveränität werden aufwiegen müssen, ist an dieser Stelle nicht festzuschreiben.
Coda hat grundsätzlich keine Probleme mit menschlichem Umgang, egal, ob dieser von großen oder kleinen Menschen gepflegt wird. Nur, um sich dem gänzlich vertrauensvoll hinzugeben, um Zuwendung gar genießen zu können, braucht es noch einige Veränderungen in Codas Leben. Es braucht Zeit und geduldige, vertrauenswürdige Menschen, die den jungen Herrn Hund sich einfinden lassen, in sein hoffentlich bald beginnendes, neues Leben.
Mit Artgenossen kommt Coda im Grunde gut zurecht. Zur Zeit gilt dies uneingeschränkt für Hündinnen. Unter den stressenden Bedingungen des Canile gehen andere Rüden Coda mittlerweile und bisweilen 'auf die Nerven'. Zumindest momentan entscheidet daher die gegenseitige Sympatie darüber, ob die Herren Hund etwas miteinander anfangen mögen oder nicht. Allerdings stehen die Chancen gut, dass sich das wieder ändert, wenn Coda nicht mehr dem derzeitigen Stress ausgesetzt ist.
Wie Coda zu Katzen steht, ist nicht bekannt.
Coda hatte mal so etwas wie ein Zuhause. Wie er dort gelebt hat, wie viel und welches familienhundliche know how er sich eventuell hat aneignen dürfen, ist unklar. Aber was auch immer Coda für sein zukünftiges, 'richtiges' Leben noch zu lernen haben wird - wenn es zu dem Leben dazugehört, welches sein 'Familienhundeglück' ausmacht, wird es ihm nicht schwerfallen.
Coda ist mittlerweile wieder in guten Allgemeinzustand und strahlt, zumindest äußerlich, in voller, jungmännlicher Schönheit.
Bei einer Testung auf Mittelmeerkrankheiten fiel das Ergebnis hinsichtlich Leishmaniose schwach positiv aus. Der Test müsste allerdings aktuell wiederholt werden.
Sonstige Krankheiten sind nicht bekannt.
Coda ist kastriert und zieht gechipt, grundimmunisiert und gegen Tollwut geimpft in sein neues Zuhause.
Es fällt schwer, an dieser Stelle nicht zu schreiben: Hauptsache ein Zuhause, das diese Bezeichnung verdient und das so schnell als möglich.
Aber um das künftige mensch-hundliche Glück auf 'solide Füße' zu stellen, braucht es doch noch einige 'Details', die die 'große Überschrift' zumindest erläutern.
Coda wird, so sehr ihm Zuwendung, Bindung,vertrauensvolle, soziale Interaktion jetzt auch fehlen, nicht mit spontan begeistert auf die Offerten seines zukünftigen Lebens eingehen können. Er wird Zeit brauchen, in diesem Leben anzukommen, sich ein- und vertrauensvoll fallenzulassen. Seine zukünftigen Menschen werden sich in liebevoller und konsistenter Geduld zu üben haben. Das Maß an Verunsicherung und Destabilisierung, dem Coda in seinem bisherigen Leben ausgesetzt war, gilt es erst einmal aufzuwiegen mit hundlich erlebbarer Sicherheit, mit dem beständigen, erwartungsfreien Angebot von Beziehungskonstanz und nicht zuletzt mit gemeinsam gelebter Alltäglichkeit.
Aber das wird. Da sind wir ganz sicher. Und je eher Coda ein Zuhause der oben ausgeführten Art findet, desto besser.
Wenn Coda mit dem 'Ankommen' fertig ist oder vielleicht auch schon eher, wird es ihn mit zusätzlichem Hundeglück erfüllen, wenn er 'Etwas zu tun' kriegt, wenn er sich einer, im Idealfall Mensch wie Hund erfreuenden und ausfüllenden, kooperativen Aufgabe widmen darf. Codas zukünftige Menschen müssen dafür keine Schafherde oder Vergleichbares vorhalten. In dem jungen Herrn Hund schlummern mit Sicherheit vielfältige Talente. Vielleicht würde es ihm gefallen, als Rettungshund Karriere zu machen oder als Therapiebegleithund oder……..,, oder……….
Hauptsache ein Zuhause!

Ansprechpartner: Silke Worch

EPost: silke.worch@adoptiere.eu

Fon 0170-5782526
Kontakt zum Tierheim

Tierheim adopTiere e.V.

Anschrift Sternsruher Str. 5
19258 Granzin
Deutschland

Homepage http://www.adoptiere.eu/

 
Seitenaufrufe: 228