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LOBO

ID-Nummer101547

Tierheim NamePfotenhilfe ohne Grenzen e.V.

RufnameLOBO

RasseDeutscher Schäferhund-Mix

Geschlecht/KastriertMännlich, Kastriert

Alter 5 Jahre , 1 Monat

Farbeschwarz-braun-weiß

im Tierheim seit30.10.2015

letzte Aktualisierung01.09.2017

AufenthaltsortPflegestelle

Geeignet für Erfahrene

Größe groß

Temperament freundlich

Verträglich mit Rüden, Hündinnen

Lobo hatte es geschafft.
Ende Dezember, kurz vor Weihnachten, durfte er zu seiner eigenen Familie reisen. Das war für uns alle und natürlich für Lobo ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk. Lobo hatte nun endlich seine eigenen Menschen, Spaziergänge, ein warmes Körbchen und durfte nach seinem Tierheimleben an der Kette endlich zur Ruhe kommen. Was dann geschah, haben wir in unseren 10 Jahren aktiver Tierschutzarbeit noch nie erlebt.

Sechs Tage, nachdem Lobo hier in Deutschland von seiner neuen Besitzerin übernommen worden war, gab diese schriftlich Dritten den Auftrag, Lobo einschläfern zu lassen und fuhr daraufhin in Urlaub. Ohne vorherige Mitteilung, ohne Anruf, ohne Rücksprache, ohne alles. Allein den Skrupeln der Beauftragten, die uns informierten, ist es zu verdanken, dass Lobo noch lebt. Nach dem Willen seiner Besitzerin wäre er jetzt, gut eine Woche nach seiner Ankunft hier in Deutschland, tot. Wir haben Lobo natürlich sofort wieder in unsere Obhut genommen und ihn hier wie in Rumänien als ausgesprochen menschenbezogenen, verträglichen und lieben Hund erlebt. Schon nach wenigen Stunden folgt er seiner Bezugsperson auf Schritt und Tritt. Da wir Lobo notfallmäßig und innerhalb von 24 Stunden aufnehmen mussten, da er die nächsten 24 Stunden nicht mehr überlebt hätte, haben wir Lobo nun vorerst in einer Hundepension untergebracht. Hier zeigte sich Lobo anfangs sehr gestresst, vermisste er doch sein Frauchen und verstand erst einmal die Welt nicht mehr. Inzwischen hat er sich jedoch gut eingelebt und benötigt auch keine
Medikamente mehr. Seine atophische Dermatitis ist nahezu völlig
remittiert, nur noch sehr, sehr selten tritt für Sekunden der früher in
Rumänien so quälende Juckreiz auf.

Lobo liebt Menschen über alles. Er liebt Spaziergänge und geht inzwischen ganz manierlich an der Leine. Auch Jogger und Radfahrer kennt er inzwischen. Da er lange notgedrungen in Rumänien an der Kette leben musste, ist er in seinem Verhalten anderen Hunden gegenüber häufig noch sehr stürmisch, was manche seiner Artgenossen anfangs irritiert. Dabei meint es Lobo keineswegs böse, doch auch seinem Spielverhalten fehlt noch der feinmotorische Schliff. Lobo möchte lernen, gefordert werden, er liebt Ballspiele und ist durch Leckerchen beinahe zu allem zu bewegen. Über Lobos Leben vor der Zeit, als in von Tierschützern in Botosani gefunden wurde, wissen wir leider wenig. Wir ahnen jedoch, dass Lobo wenig Freundlichkeit erfahren hat. Wenn man ihn ermahnt, dann duckt sich Lobo sofort auf den Boden in der Erwartung von Schlägen ...

Wir suchen für Lobo hundeerfahrene Menschen, die ihn als großen Rüden (60cm Schulterhöhe) auslasten und liebevoll-konsequent erziehen können. Aufgrund seiner großen Liebe zu Menschen benötigt Lobo unbedingt die enge Bindung an seinen Menschen. Lobo ist geimpft, gechippt und auch kastriert und sucht nur eines: seine eigenen Menschen, die er begleiten darf, durch dick und dünn, ein Leben lang.

Oktober 2016:

Lobo wartet noch immer auf seine eigenen Menschen. Doch sein Traum von einem eigenen Zuhause rückt leider in immer weitere Ferne. Seinen Betreuern, die Lobo ausführen, war aufgefallen, dass Lobo bei längeren Spaziergängen am hinteren Lauf Beschwerden entwickelt. Die
Röntgenuntersuchung hat leider das Befürchtete bestätigt. Lobo hat
linksseitig HD. Noch kommt er weitgehend ohne Schmerzmittel aus, doch Hundesport u.ä. wird Lobo nicht machen dürfen.

Selbstverständlich würde die Pfotenhilfe die Kosten einer eventuell irgendwann anstehenden Operation übernehmen. Doch trotzdem wissen wir: Lobos Chancen, endlich seine eigenen Menschen zu finden, sinken.
Lobo ahnt davon natürlich nichts.
Noch immer wartet er in Ritze und hofft ...

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Bericht aus Rumänien:
Es gibt viele Hunde im Tierheim unseres Partnervereins, die leiden. Vor allem der Mangel an menschlicher Zuwendung macht vielen zu schaffen, manchen sogar so sehr, dass sie sich immer mehr zurückziehen und resignieren. Doch während fast alle Hunde sich entweder in ihren Zwingern oder aber im Freilauf zumindest einigermaßen frei bewegen können, gibt es im Tierheim einige wenige Hunde, denen nicht einmal das bleibt. Sechs Hunde müssen im Tierheim an der Kette leben, aus unterschiedlichen Gründen.

Eine dieser Hunde ist Lobo, ein verträglicher und sehr verschmuster dreijähriger Schäferhundmischling, der an seinem Schicksal allmählich zugrunde geht.
Lobo leidet an Atopischer Dermatitis, einer allergisch bedingten Hauterkrankung, die durch intensiven Juckreiz gekennzeichnet ist. Eine Atopische Dermatitis entwickelt sich bei Hunden innerhalb der ersten drei bis fünf Lebensjahre. Die Behandlung ist oft erfolgreich, allerdings sehr langwierig. Natürlich wird Lobo im Tierheim behandelt, doch sein Leben an der Kette, der Stress, der Mangel an Bewegung und vor allem Zuwendung, lässt Lobo nicht gesund werden.

Immer wieder übermannt ihn der Juckreiz und Lobo beißt sich verzweifelt in Rute und Hinterläufe. Einen Teil seiner Rute hat Lobo schon verloren. Lobo leidet inzwischen so sehr, dass er trotz Spezialfutter nicht zunimmt, im Gegenteil. Jede Rippe zeichnet sich unter seinem Fell ab.

Lobo ist ein sehr verträglicher Hund, die freilaufenden Welpen dürfen auf ihm herum klettern, Lobo bleibt immer geduldig und freundlich. Doch aufgrund seiner Erkrankung würde er im Rudel schnell Opfer von Beißattacken werden. Deshalb bleibt Lobo nur eine Holzhütte zum Schutz, vor der er an einer Kette lebt. Sommers wie winters.

Lobo hat sich über jedes Streicheln, jede Zuwendung so gefreut, wie sich nur ein überaus menschenbezogener und liebesbedürftiger Hund freuen kann. Sobald wir uns von ihm entfernt haben, hat er völlig verzweifelt versucht, uns zu folgen, immer wieder, zunehmend verzweifelter.

Lobo wird im Tierheim an der Kette nicht gesund werden. Sein Leiden wird weitergehen, jeden Tag. Natürlich wissen wir, wie schwer es für Lobo sein wird, seinen eigenen Menschen zu finden, der ihn aufnimmt und bei dem er gesund werden kann.
Kontakt zum Tierheim

Tierheim Pfotenhilfe ohne Grenzen e.V.

Anschrift 29410 Salzwedel
Deutschland
(Pflegestelle)

Ansprechp. Andrea Brückner-Schoeler Telefon +49 (0)451 2961852

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